Draufzahlen? Nein danke!

Informationen

Strom sparen tut jeder gerne, denn jede Kilowattstunde kostet einfach Geld. Doch nicht nur die Kilowattstunde (kWh) kostet den Verbraucher etwas, sondern auch die Grundgebühr, die bei den meisten Anbietern monatlich als fester Betrag fällig wird. Der Strompreis liegt aktuell bei rund 22-24 Cent pro Kilowattstunde und der monatliche Festpreis regelmässig im Bereich von 8 Euro. So ist alleine für die Grundgebühr fast 100 Euro pro Jahr fällig. Für diesen Betrag bekommt man bereits über 400 kWh Strom.
Nun, wenn man einen sehr hohen Verbrauch hat, dann wird der Kostenanteil für den laufenden Verbrauch das Schwergewicht auf der Rechnung sein. Ein Haushalt der 5000 kWh im Jahr benötigt zahlt alleine dafür über 1100 Euro noch ganz ohne Grundgebühr. Bei dem Beispiel hier, entspricht die Grundgebühr also unter 10% der Gesamtkosten von rund 1200 Euro.

Daraus lässt sich einfach schließen, dass wer viel Strom nutzt, einen Stromtarif möglichst geringen Kilowattstunden- Preis abschließen sollte.
Andersherum muss man etwas genauer hinsehen, Singles, Alleinstehende mit geringen Stromverbrauch, beispielsweise mit nur 1500 kWh im Jahr würden bei obiger Rechnung 340 Euro Verbrauchskosten haben, und da entspricht die Grundgebühr bereits fast ein Drittel der Gesamtrechnung von dann 440 Euro. Rechnet man dies auf den Kilowattstunden Preis um, kommt die Kilowattstunde auf schon auf über 29 Cent. Das ist teuer, sehr teuer.

Aber es gibt auch eine Lösung. Manche Anbieter haben Tarife im Angebot, die ohne Grundgebühr auskommen. Somit entfällt der monatliche Festbetrag und man zahlt nur für jede verbrauchte Kilowattstunde und damit hat sich das.
Ideal ist dies auch für alle, die einen Zweitwohnsitz, ein Ferienhaus mit eigenen Stromanschluss haben oder überhaupt regelmässig unterwegs sind, so dass es insgesamt nur kleine Verbrauchswerte gibt.

Durch die beiden Beispielrechnungen oben erkennt man leicht, dass es eine Kipppunkt gibt. Dieser ist jedoch von dem Verhältnis der Fest- zu den variablen Kosten abhängig.
Die Tochterfirmawww.e-wie-einfach.de des E-ON Konzern bietet genau einen derartigen Tarif. Aktuell kostet dort der Arbeitspreis 26,90 Cent/ kWh.

Doch einen Haken hat die Sache leider auch, denn in der Regel fordern die Anbieter einen gewissen Mindestverbrauch für die Befreiung von der Grundgebühr.

Bei obigen Anbieter ist ein 1500 kWh Limit als Mindestverbrauch festgeschrieben. Unterschreitet man dieses, wird ein Paketpreis abgerechnet, also immer die 1500 kWh mal den Kilowattstunden-Preis auch wenn man nur 1000 kWh verbraucht hat. So kommt man auf etwas über 400 Euro im Jahr.
Ein weiterer Anbieter ist die ehemalige Nuon, die nun lekker Energie heißt. Im Hintergrund dieses Unternehmens steht die ENERVIE – Südwestfalen Energie und Wasser AG die 2 Stadtwerke sowie Unternehmensteile der RWE AG als Gesellschafter ausweist.

Es gibt auch weitere derartige Tarife, doch sind sie zum Teil nur regional verfügbar. Am einfachsten ermittelt man dies mit dem Tarifrechner. Diesen sollte man immer nutzen, denn auch einfache Tarifstrukturen sind nicht immer automatisch billige Tarife. So bleibt im Einzelfalls doch wieder nichts anderes, als wirklich jeden Einzelfalls genau anzusehen, die Tarife vergleichen und dann entscheiden, mit welchen man am wenigsten der Abzocke der Unternehmen ausgesetzt ist. Wenn man dabei dann auch auf kurze Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen achtet, bleibt man flexibel und kann auf jede Veränderung des eigenen Verbrauches schnell reagieren.
Trotz dieses scheinbar guten Angebotes.

geschrieben am 14. Apr. 2011 von Bernd

Das könnte Sie auch interessieren:

Hinterlasse einen Kommentar


  • You Avatar

WP SlimStat