Umwälzend: Die Heizungspumpe
Ein oft vernachlässigter Stromverbrauch in Gebäuden ist die Heizungspumpe. Jahrelang lässt sie in der Regel unbemerkt das Heizwasser in den Rohren einer Zentralheizung zirkulieren. Je nach Steuerung läuft diese Pumpe zumindest während der Heizperiode ununterbrochen vor sich hin, meist recht unabhängig von der wirklichen Heizsituation. Tage wie in jetzt im zeitigen Frühjahr heizen Häuser oft schon durch grosse Glasflächen beträchtlich auf und so ist die Heizung eigentlich unterfordert.
Dennoch laufen die alten, meist mit einem dreistufigen Schalter ausgerüsteten Umwälzpumpen kontinuierlich und benötigen dafür Strom.
Aus Gründen der Einsparung von Primärenergie wurden in den vergangen Jahren auch vielfach nicht nur Heizungsthermostate an die Raumheizkörper gebaut, sondern inzwischen immer öfters kleine elektrische Regler die abhängig von Raumtemperatur und Tageszeit oder auch Wochentag den Heizkörper direkt regeln. Einen Schritt weiter gehen die Mikropumpen, doch dazu unten mehr.
Nun, so kommt es immer häufige vor, dass die alte Umwälzpumpe, deren Einstellung ja auf den notwendigen Heizbetrieb ausgelegt wurde, gegen geschlossene Thermostate anpumpt. Das ist nicht nur unsinnig, sondern auch teuer, denn über das Jahr gerechnet sind die Stromkosten für die Heizungsanlage schon auch ein bedeutsamer Faktor auf der Stromrechnung.
Dabei ist es gar nicht schwer hier zu sparen.
Moderne Umwälzpumpen verbrauchen nicht nur bedeutend weniger Strom bei gleicher Pumpleistung sondern können sich selbst auch elektronisch regeln.
Die Pumpe erkennt also, ob im Heizkreislauf überhaupt die Heizkörper durchströmt werden wollen. So reagiert die Pumpe auf die Regelung der Heizkörperthermostate und spart damit extra.
Zwei bekannte Hersteller für derartige Pumpen sind Wilo und Grundfos. Pumpen wie die ALPHA2 oder Stratos ECO zeigen, dass mit dem Einsatz von sehr wenig Energie die Aufgabe einer Umwälzpumpe erfüllt werden kann.
Der Austausch ist meist völlig unkompliziert und sehr schnell erledigt.
Bei der Entscheidungsfindung, ob Sie Ihre Pumpe tauschen sollte oder nicht hilft ihnen der Pumpencheck von co2online und dem Bundesumweltministerium.
Einen Schritt weiter gehen die dezentralen Minipumpen. Dort bekommt jeder Heizkörper anstatt dem Thermostat eine eigene kleine Minipumpe. Diese Pumpe bewegt nur soviel Wasser in den Heizkörper hinein, wie tatsächlich an Wärmebedarf vorhanden ist. So lassen sich rund 20% der Heizenergie sparen. So wird nicht nur Strom gespart sondern auch zusätzlich bei der Rechnung für den Wärmebezug.
