Energiesteuer: 16,9% des Bundeshaushaltes
Energie ist der Lebenssaft unseres Landes. Jeder benötigt Strom, Heizöl, Gas und auch Treibstoffe für die Fahrzeuge. In all den Dingen die wir in unserem Umfeld haben ist direkt oder indirekt Energie ein Kostenfaktor. Rohstoffe werden mit Diesel-betriebenen Maschinen gefördert, in Kohle- oder Gasbefeuerten Werken aufbereitet und dann zu den vielen Produkten verarbeitet. Strom fliest bei all den Zwischenschritten die eine unübersehbares Geflecht in der globalisierten Wirtschaft bilden.Doch diese wichtige Rolle spielt Energie nicht nur in der realen Produktion sondern auch im Bundeshaushalt.
Für das letzte Jahr wurde für den Bund ein Haushalt von 237 Milliarden Euro geschätzt. 16,9% davon entstammen der Energiesteuer, die als Verbrauchssteuer direkt dem Bund zufällt. Das sind rund 40 Mrd. Euro die wir Verbraucher auf all den Ebenen letztendlich bezahlen. Am Gesamtsteueraufkommen, also über Bund, Länder und Gemeinden sind es immerhin noch 7,2% (alle Zahlen vom Bundesfinanzministerium).
Dabei ist diese Energiesteuer jedoch nur ein Teil der Abgaben, denn auf all die Produkte kommen für den Endverbraucher noch 19% Mehrwertsteuer auf die Energielieferungen. 45% davon fliesen an die Länder, 2% an die Gemeinden, der Rest verbleibt beim Bund.
Die Vergütungen nach der EEG- Umlage machen dagegen nur rund 13 Milliarden aus. Dem entgegen stehen immerhin 27 Milliarden Euro Investitionen im Bereich der Erneuerbaren Energien in Deutschland.
Diese starke Wirtschaftsfaktor zeigt den Weg auf, den wir mit großen Anstrengungen weiter gehen müssen.
Leider wird die Öffentlichkeit schon wieder mit überholten Technologien argumentiert und versucht damit die öffentliche Meinung zu beeinflussen. So wurde aktuell durch die E.ON bereits zum dritten mal in der medialen Öffentlichkeit groß von den 6.000 Entlassungen in Deutschland berichtet auch begründet mit dem Atomkraftausstieg. Bereits im August wurde darüber berichtet wie auch im Herbst 2011.
Auch in den Ministerien und Anstalten wird die Atomkraft wieder salonfähig. Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften
und Rohstoffe (BGR) schließt in ihrer Kurzstudie: Auch nach der Havarie des japanischen Kernkraftwerkes Daiichi in Fukushima am 11. März 2011 ist global ein wachsendes Interesseam Ausbau der Kernenergie als Antwort auf einen
steigenden Energiebedarf und zur Vermeidung von CO 2-Emissionen zu erkennen.
Quelle: Kurzstudie
Sehr passend ist dazu die Haltung der japanischen Regierung, die auf vertrauensbildende Maßnahmen setzt um den Weiterbetrieb der Atomkraftwerke vorzubereiten und Neubauten momentan ausschließt.
