Ab April ohne Atomstrom
Fukushima bescherte Japan eine Zeitenwende. 54 Atomkraftwerke lieferten fast ein Drittel des Strombedarfs der Insel. Seit März 2011 ist jedoch alles anders. Die verbliebenen Kernkraftwerke liefern nur noch 3% des Stromes das Japan täglich benötigt. Nun wird sich ab April das Bild wieder verändern. Diese 3% werden nun ausfallen, denn es steht die Wartung der verbleibenden 5 Reaktoren an. So ist das Land dann zumindest für eine gewisse Zeit atomstromfrei. Die Folgen für die Energieversorgung sind um 17% steigende Stromkosten für die industriellen Abnehmer seit dem Reaktorunglück in Fukushima und die Vervierfachung der Rohölimporte innerhalb eines Jahres.
Von Seiten der Regierung ist eine Verlängerung der Restlaufzeit der Atomreaktoren geplant. Bisher sollten die Reaktoren 40 Jahre in Betrieb sein, nun sollen 20 Jahre dazu kommen, mit der Begründung, dass die Bevölkerung gegen Neubauten sein wird. Eine Folge der ablehnenden Haltung ist der Wunsch, dass zukünftig die Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) dauerhaft in Japan die Unglücksreaktoren beobachtet.
Auch sollen alle Reaktoren einen Stresstest unterzogen werden um das Vertrauen wieder herzustellen. Die bereits herunter gefahrenen Reaktoren haben diese bereits absolviert.
Noch immer sind die Ursache der Kernschmelze nicht wirklich geklärt. Jedoch scheint auch das Salzwasser das zur Notkühlung eingesetzt wurde besondere Folgen zu haben. Radioaktive Stoffe haben damit besondere Moleküle gebildet, die den Fullerene aus Kohlenstoff gleicht.
