Aufregende Tage

Aktuelles, Informationen

Energie ist derzeit in aller Munde und das in vielen Zusammenhängen. EU-Kommissar Oettinger schaut Jahrzehnte in die Zukunft und will 40 neue Atomkraftwerke in Deutschland, die ohne Milliarden schwere Subventionen nicht umsetzbar sind, in England versuchen die deutsche Stromkonzerne E.On und RWE ein Einspeisevorrang für Atomkraftstrom ein. Eben diese beiden Konzerne verabschieden ein radikales Sparprogramm dem tausende von Arbeitsplätzen zum Opfer fallen sollen. Kanada steigt aus dem Kyoto-Protokoll aus und dazu leuchten deutschlandweit aus allen Fenstern Weihnachtsbeleuchtungen und der Strombedarf dafür ist hoch.

Während die ersten Themen ausserhalb unseres direkten Umfelds liegen, bezahlen wir für die hübsche Weihnachtsbeleuchtung alle selbst und das zumeist gerne. Jedoch kann man auch hier etwas sparen, denn moderne LED- Beleuchtungen die es auch in einer gelblichen und damit warmen Färbung gibt sind sicherlich für so manches Objekt ebenfalls stimmungsvoll.
Der Stromverbrauch für die Weihnachtsbeleuchtung entspricht dem Jahresverbrauch von 140.000 Haushalten und würden dort überall LED Lichter leuchten, flossen rund 90% weniger Energie durch den Stromzähler. 500 Millionen Kilowattstunden sollten es laut dem Unternehmen Lichtblick sein. Dies entspricht bei 23 ct/kWh immerhin 115 Millionen Euro Stromkosten. Alleine die inzwischen oft verlegten Lichtschläuche benötigen pro Meter oft 10-15 W.
Was uns alle jedoch noch viel teuerer kommen würde, ist die Energiepolitik des Herrn Oettinger, der selbst im freundlichsten Szenario noch mit dem Neubau von immerhin 40 Atomkraftwerken rechnet. Milliardensubventionen und eine Roadmap die von Vorgestern ist und den Lobbyisten der Konzerne geschuldet ist verbauen uns Bürger den Weg in einen schnellen Umstieg hin zu den generativen Energien die langfristig nicht nur für Preisstabilität sondern auch für sinkende Energiekosten sorgen können.
Damit kommt man fast zwangsweise zu dem Ausstieg Kanadas aus dem Kyoto-Protokoll und den am Wochenende beendeten Gipfel in Durban. Eine Lachnummer, wenn es nicht so traurig wäre. Der einzige wahre Lichtblick ist die Rede von “Anjali Appadurai: “get it done”. Die junge Frau klagt an und sie hat recht.

So wird sich die Zukunft, der von Huntington beschworene Kampf der Kulturen vermutlich zwischen der alten, wenig transparenten und durch reine Wirtschaftsinteressen bestimmten Bevölkerungsanteil und den jungen in eine bessere Zukunft blickende Generation abspielen. Jung, dynamisch und in Aufbruchstimmung zeigen sie, dass es unsere Erde ist, die wir zusammen bevölkern und gemeinsam einen besseren Weg gehen können. Auch in der Energiefrage liegen dort die Lösungen parat und parteiübergreifend erkennen es die jungen Menschen, dass die alte fossile Energie ausgedient hat, ebenso wie die überalterte und von den Bürgern losgelösten Regierungen mit ihren Entscheidungen.
So wird die Zukunft spannend und 2012 kann zum Entscheidungsjahr werden, denkt man an Euro und Dollar.

geschrieben am 13. Dez. 2011 von admin

Das könnte Sie auch interessieren:

1 to “Aufregende Tage”


  1. Marco sagt:

    Neue AKWs in Deutschland? Sind wir jetzt schon wieder aus dem Ausstieg vom Ausstieg aus dem Ausstieg ausgestiegen oder wie? Ich blicke da langsam nicht mehr durch … aber das ist wohl Ziel der Sache. Wer verwirrt ist, sagt sich schneller,”ach, mir doch egal”.



Hinterlasse einen Kommentar


  • You Avatar

WP SlimStat