EEG Ökostromumlage 2012
Erste Schätzungen vor Wochen zeigten bereits, dass der Anstieg der Ökostromumlage für 2012 in diesem Jahr geringer ausfällt als der grosse Anstieg im vergangenen.
Um moderate 0,06 Cent von 3,53 auf dann 3,59 Cent steigt sie. Damit wird sich damit von keinem Unternehmen ein Preisanstieg bei uns Endkunden begründen lassen. Es gibt jedoch auch Kritik an diesem Anstieg zu äußern, denn der Anstieg begründet sich zu einem grossen Teil in der Veränderungen der Regelung.
Diese Änderungen bewirken, das noch mehr Industrieunternehmen die einen hohen Energieverbrauch aufweisen, von der Abgabe befreit werden. Dies soll die Wettbewerbsfähigkeit sicher stellen. Eine fragwürdige Argumentation, denn es geht ja genau darum, dass durch diese Abgabe eine Lenkungswirkung erreicht werden soll, Prozessenergie einzusparen. Dabei gibt es immer noch viel Optimierungsbedarf bei den Unternehmen. So wird dort die meist rein wirtschaftlich durch Kalkulation ermittelte Neuinvestition in Effizienz steigernde Anlagen durch diese Änderungen verzögert.
Wäre diese Veränderung in den Vorschriften nicht erfolgt, hätte die EEG-Umlage vermutlich sogar sinken müssen.
So sind wir Stromkunden wieder stärker belastet, da unser Anteil an der Finanzierung der alternativen Energien wächst. Jedoch ist es ein absolut betrachtet kleiner Beitrag den wir zur Verbesserung der Zukunftsfähigkeit damit leisten.

Zu viele Unternehmen jammern einfach zu viel, dies und das könne man nicht konkurrenzfähig betreiben ohne diese und jene Befreiungen – und die Politik spielt da natürlich munter mit. Der Bürger kann’s dann ja zahlen.
Ein wirkungsvoller Weg, Prozeßenergie in Deutschalnd zu sparen, ist die Verlagerung des Prozesses nach China, Indien, Malaysia, Brasilien, usw. Dort fallen weder EEG noch CO2-Zertifikate an und ausserdem sind auch noch die Lohnkosten niedriger, allerdings eh von nachrangiger Bedeutung.
H. Duepmann